Tränen, Trauer, Hoffnungsschimmer

Wie trauern die Kinder?

 

 


Thementag Tränen, Trauer, Hoffnungsschimmer

Wie trauern Kinder?

 

Tagungsprogramm:

  • Pantomimischer Impuls…“Tränen, Trauer, Hoffnungsschimmer“ - Mit Kindern über Sterben und Tod sprechen – Bühnenstück mit anschließender Diskussion
  • „Wie trauern Kinder und Jugendliche“ – Vortrag
  • „Lachen obwohl ich traurig bin?“ Geht das? – Workshop
  • „Jenseitsvorstellungen von Kindern.“ – Workshop

Plenum

Wenn Kinder und Jugendliche ein Familienmitglied oder einen Freund verlieren, sind sie häufig doppelte Verlierer. Tod und Trauer sind in unserer Gesellschaft ein Tabu, das viele von Kindern fernzuhalten versuchen. Das Kind verlieren dadurch jedoch nicht nur eine geliebte Bezugsperson, sondern auch die Zuwendung und Aufmerksamkeit der Familie, die selbst trauert und oft nicht weiß, wie sie mit dem trauernden Kind umgehen soll. Hilfestellungen von außen sind in solchen Fällen besonders wichtig! Ansprechen möchten wir mit dieser Veranstaltung aus diesem Grund vor allem Einrichtungen, welche mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind. Wir richten uns an Bezugspersonen wie Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter und Familienhelfer. Häufig stoßen gerade diese Berufsgruppen an ihre Grenzen im Umgang mit betroffenen Kindern oder Jugendlichen. Die Folgen sind Ausgrenzung, Abkoppelung vom täglichen Rhythmus, Distanzierung und Vereinsamung. Dieser Fachtag soll Anregung sein, sich tiefer mit der Thematik vertraut zu machen, wie man diesen Kindern/Jugendlichen beim Umgang mit ihrer natürlichen Trauer helfen kann, damit sie in ihr alltägliches Leben zurückfinden. 

 

Personen:

Evy Billermann ist zertifizierte Sterbe- und Trauerbegleiterin und psychologische Beraterin und Gründerin von „phönix“, der Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen und damit eine der Pionierinnen in diesem Bereich. Sie ist seit vielen Jahren im Hospiz „Haus Hanna“ als Kindertrauerbegleiterin tätig.

 

Christoph Gilsbach ist ausgebildeter Pantomime der Folkwang Hochschule in Essen, Clinic-Clown am Universitäts-Klinikum Münster, einfühlsamer Praktiker, Zuhörer und Erzähler. Seit vielen Jahren behandelt er die Frage des gesellschaftlichen und individuellen Umgangs mit dem Tod in seinen Stücken, Workshops und Vorträgen für Hospize, Alten- und Pflegeheime und Kirchengemeinden.

 

Zielgruppe - Rückmeldung

Bezugspersonen wie Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter und Familienhelfer, Schulen, Kindergärten, Kinderheime, Jugendämter

 

„Ich bin seit fast 25 Jahren als Sozialpädagoge unterwegs. Und so besuche ich gern und immer, wenn es geht, Weiterbildungen […] habe da bereits alle "Qualitäten" erleben können. Gestern durfte ich einen informativen, bewegenden, herznahen aber auch hoffnungsspendenden Tag erleben. Die Angst, die im Umgang mit der Thematik bei mir immer mitschwingen wird, konnte ich gestern etwas zurück lassen. Ich muss keine Angst vor den Situationen haben; Respekt, Wertschätzung, Empathie und manchmal nur die reine Anwesenheit sind angebracht.

 

Schon oft hab ich Familien und gerade Kindern in schwierigen Situationen zur Seite stehen dürfen. […] ich denke, ich kann das ganz gut. Das heißt aber nicht, dass es nicht noch besser,  noch wertschätzender und "angemessener" gelingt, in zutiefst emotionalen Momenten von Menschen authentisch, menschlich und auch mit all den Erwartungen an mich als Person und "Fachkraft" wirklich hilfreich, eine Stütze, eine Schulter, jemand „der da ist“ zu sein. Wir sind oft für die Menschen ein letzter Strohhalm. Dieser riesigen Verantwortung müssen wir uns immer bewusst sein, sollten dieses Vertrauen als großes Geschenk empfinden. Wir selber sind gar nicht so wichtig. Wenn uns die Menschen aber für wichtig und hilfreich halten, durch Offenheit, dann können wir wichtig werden. Für sie. Das ist mir gestern wieder deutlich geworden. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.

[...]

Ich mag Fachvorträge. Noch mehr mag ich sie, wenn sie auch fachlich gut sind. Richtig toll finde ich sie dann, wenn sie lebendig erzählt werden. Komplett gefangen nehmen mich die Vorträge von authentischen Menschen. Die auch wissen, was sie erzählen. Die nicht nur Abhandlungen, Zahlen und Statistiken referieren. […] 

Ich habe Ihnen, liebe Evi, jedes Wort, jede Situation "abgekauft". Ich habe Ihnen, lieber Christoph, mit Begeisterung zugeschaut. Ich konnte in Ihrer Wortlosigkeit hören. Jedes Wort.

 

Bitte werden Sie nicht müde, genau dies weiter zu machen.

Bitte werden Sie nicht müde, anderen davon zu erzählen.

Bitte werden Sie nicht müde, Hoffnung in die Hoffnungslosigkeit zu streuen.

Bitte werden Sie nicht müde.

[…] Ich bedanke mich. Sehr herzlich und voller Demut vor Ihrem Wirken.

Danke... “ 



Ein Pantomimenstück zur Trauer von Kindern und Jugendlichen

 

Eine pantomimische Arbeit zum 9. Kinder-Hospizforum 2015 Wetzlar.

Besonders geeignet für Tagungen, Themenabende, Spendenübergaben sowie Hospizabende.

Dauer ca. 35 min. 

Dargestellt in vier Bildern mit 11 Charakteren.

 

 

Tränen, Trauer, Hoffnungsschimmer 

Ein Pantomimenstück zur Trauer von Kindern und Jugendlichen

Rückmeldung des Brückenteams, Universitätsklinikum Münster

 

Gesehen auf einer Spendenveranstaltung des UKM mit der Kinderkrebshilfe Weseke e.V. – absolut sehenswert, besser noch erlebenswert.

 

Das Stück beginnt, Stille im Publikum, niemand weiß, was zu erwarten ist – der Pantomime versteht

es auf sehr anrührende Weise das Publikum mitzunehmen in unterschiedliche Facetten kindlicher und jugendlicher Trauer.

 

Ohne Worte, mit der Intensität der Bewegungen, kleiner Hilfsmittel auf der Bühne sowie klug eingesetztem Licht und Musik gelingt es, das Publikum zu irritieren, zu verunsichern, in Wut, Einsamkeit und wiederum Handlungsfähigkeit mitzunehmen.

 

Am Ende wird gemalt, die endlos scheinende Leinwandrolle ins Publikum gerollt, Stifte zum Mittun verteilt und trotz spürbarem Kloß im Hals lassen sich die Menschen mitnehmen und beginnen zu malen.

 

Trauer von Kindern und Jugendlichen, sie verstört, sie lässt verstummen, sie dringt durch die Haut,

sie braucht Beziehung, um aus der Erstarrung zu finden. 

 

Bravo Herr Gilsbach